
Sie sind nicht allein.
Wenn ein nahestehender Mensch psychisch erkrankt, betrifft das die ganze Familie. Hier erfahren Sie, wie Sie unterstützen können – und wo Sie selbst Halt finden.

Die stationäre Psychotherapie dauert in der Regel sechs Wochen.
In dieser Zeit arbeitet Ihr Angehöriger intensiv an den Themen, die ihn belasten – in Einzelgesprächen, Gruppentherapie und körperbezogenen Verfahren.
Es kann sein, dass sich Ihr Angehöriger in den ersten Tagen zurückzieht oder emotional aufgewühlt wirkt. Das kann in einem therapeutischen Prozess vorkommen: Alte Muster werden aufgebrochen, damit Neues entstehen kann. Geben Sie ihm den Raum, den er braucht.
Ihre Unterstützung ist ein wichtiger Baustein für den Therapieerfolg. Gleichzeitig ist es wichtig, dass Sie auch auf sich selbst achten. Folgende Hinweise können helfen:
- Geduld zeigen: Hilfe zur Selbsthilfe braucht Zeit. Veränderungen zeigen sich oft nicht sofort, sondern erst im Verlauf der Wochen und Monate nach der Behandlung.
- Zuhören statt bewerten: Bieten Sie ein offenes Ohr, ohne Ratschläge aufzudrängen. Manchmal ist Zuhören die größte Hilfe.
- Grenzen respektieren: Ihr Angehöriger entscheidet selbst, worüber er sprechen möchte. Nicht alle Therapieinhalte müssen geteilt werden.
- Kontakt halten: Zeigen Sie, dass Sie da sind – ohne Druck auszuüben.
- Hilfe für sich selbst annehmen: Auch für Angehörige kann eine Beratung sinnvoll sein. Scheuen Sie sich nicht, Unterstützung für sich selbst zu suchen.
- An unserem Familienangebot teilnehmen: Wir laden Sie zu einem Vortrag speziell für Angehörige im Verlauf der Behandlung herzlich ein.
Auf Wunsch des Patienten können Angehörige in die Behandlung einbezogen werden.
In gemeinsamen Gesprächen unter therapeutischer Begleitung lassen sich Missverständnisse klären und neue Wege der Kommunikation erarbeiten.
Diese Gespräche sind freiwillig und werden nur durchgeführt, wenn alle Beteiligten einverstanden sind.

Darf ich meinen Angehörigen besuchen?
Ja, Besuche sind in der therapiefreien Zeit grundsätzlich möglich. Am ersten und letzten Wochenende bitten wir darum, dem Patienten Raum zum Ankommen bzw. zur Vorbereitung auf die Entlassung zu geben.
Darf mein Angehöriger am Wochenende nach Hause?
Wenn es therapeutisch sinnvoll ist, sind Wochenendbelastungserprobungen möglich – jeweils für eine Nacht (Freitag/Samstag oder Samstag/Sonntag). Das erste und letzte Wochenende sind davon ausgenommen. Die Rückkehr muss bis 18:00 Uhr am Folgetag erfolgen.
Was kann ich tun, wenn mein Angehöriger keine Hilfe annehmen will?
Der Weg in die Therapie muss freiwillig sein. Sie können Ihr Anliegen äußern, Informationen anbieten und signalisieren, dass Sie hinter der Entscheidung stehen. Ein Gespräch mit dem Hausarzt kann ein hilfreicher erster Schritt sein. Rufen Sie uns an – wir beraten auch Angehörige unter 08571 980-7611.
Erstkontakt
Wir nehmen uns Zeit für Sie. In einem gemeinsamen unverbindlichen Gespräch klären wir Ihre Fragen und besprechen die nächsten Schritte.
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Bitte nehmen Sie Kontakt mit mir auf, um ein Erstgespräch zu vereinbaren.
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